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Dienstag, 1. Januar 2013
Nicholas Sparks - Weit wie das Meer
Wenn Sie der Meinung waren, Wie ein einziger Tag wäre ein Tränendrücker gewesen, dann holen Sie die Taschentücher hervor, rücken Sie sich einen Sessel zurecht, und bereiten Sie sich darauf vor, Ihr Herz aus den Angeln reißen zu lassen von Nicholas Sparks' Weit wie das Meer, seiner zweiten Geschichte einer unglückseligen Liebe. Als Theresa Osborne einen wohlverdienten Sommerurlaub nimmt und nach Cape Cod fährt, findet sie weit mehr als nur eine Pause vom alltäglichen Streß. Während sie eines Morgens an der Cape Cod Bay entlangjoggt, entdeckt sie eine verkorkte Flasche mit einer aufgerollten Mitteilung: "Meine liebste Catherine, Du fehlst mir, wie Du mir immer fehlst -- aber heute ist es besonders schlimm, weil das Meer mir ein Lied gesungen hat, und es war das Lied unseres gemeinsamen Lebens ..." In diesem Tenor dümpelt es einige Abschnitte lang weiter und endet mit "... bin allein am Pier, und es ist mir gleich was die anderen denken während ich den Kopf senke und weine und weine und weine. Garret."
Garret mag vielleicht ein sentimentaler Softie sein, aber keine Sorge -- bevor Sie "Schau! ich habe noch zwei Briefe gefunden" sagen können, ist Theresa dicht auf seinen Fersen und entschlossen, diesen geheimnisvollen, sensiblen Flaschenpostschreiber zu finden. Und sie findet ihn -- in einer verschlafenen Hafenstadt in North Carolina, wo er an seinem geliebten Segelboot, The Happenstance, arbeitet. Von nun an entwickelt sich eine Romanze zu einem Feuerwerk der Emotionen. Theresa hat Probleme mit ihrer Vergangenheit -- oder, genauer gesagt, ihre Vergangenheit ist das Problem. Ihr Ex-Mann ("ich bin ein toller Kirchgänger-Typ, jetzt wo ich meiner Frau davongelaufen bin") hat bei ihr derart tiefe Wunden hinterlassen, daß sie seit ihrer Scheidung drei oder vier Jahre zuvor mit noch keinem Mann ausgegangen ist. Und wer ist Catherine? Und was hat Garret eigentlich vor? Als Theresa es herausfindet, stürzt sie in die Tiefen ihrer Seele und lüftet ein gewaltiges Geheimnis über sich selbst. Dabei hilft sie Garret sich selbst zu finden.
Weit wie das Meer besitzt alle Merkmale sentimentalen Erzählstils vom Feinsten und dürfte Romantikern und Zynikern gleichermaßen gefallen. Die Romantiker werden sich beifällig auf die Knie werfen, während die Zyniker sich vor Lachen auf dieselben schlagen werden.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Thomas Harris - Die Hannibal Lecter Romane
Thomas Harris: Roter Drache
Inhaltsangabe:
Zwei Familien werden bestialisch ermordet. Weil die Bluttaten in Vollmondnächten durchgeführt wurden, befürchtet FBI-Agent Jack Crawford, dass der Serienkiller bei Vollmond erneut zuschlägt. Um ihn bis dahin aufzuspüren, wendet er sich an den Profiler Will Graham, dem es gelungen war, den kannibalistischen Psychiater Dr. Hannibal Lecter zu verhaften, weil er sich besonders gut in die Gedanken psychopathischer Serienmörder versetzen kann ...
Thomas Harris: Das Schweigen der Lämmer
Inhaltsangabe:
Um auf die Spur eines psychopathischen Serienmörders zu kommen, der korpulente junge Frauen häutet, wendet die unerfahrene FBI-Profilerin Clarice Starling sich an den genialen Psychiater Dr. Hannibal Lecter, der allerdings seit 8 Jahren in der speziell gesicherten Einzelzelle einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt ist, weil er selbst einige Menschen bestialisch umgebracht und Teile ihrer Leichen verzehrt hatte ...
Thomas Harris: Hannibal
Inhaltsangabe:
Nachdem der kannibalische Serienmörder Dr. Hannibal Lecter aus der Haft entkommen war, ließ er sich das Gesicht operieren und lebt nun unter dem Namen Dr. Fell als kultivierter Kurator in Florenz. Die FBI-Agentin Clarice M. Starling erhält den Auftrag, nach ihm zu fahnden. Aber Hannibal Lecter muss sich auch vor Mason Verger in Acht nehmen, der ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat, weil er sich dafür rächen will, dass er seit einem Mordanschlag des früheren Psychiaters gelähmt und entstellt ist ...
Dienstag, 25. Dezember 2012
J.K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Die Ausgangslage im letzten Harry-Potter-Band ist düster wie nie: Voldemorts Anhänger haben inzwischen die zentralen Schaltstellen der Macht übernommen und verbreiten Angst, Schrecken und Tod. Hogwarts steht Harry als Rückzugsmöglichkeit nicht mehr zu Verfügung. Und das Haus der Dursleys wird von seinem siebzehnten Geburtstag an ebenfalls nicht mehr sicher sein. Harrys Transport aus dem Ligusterweg wird lange und ausgeklügelt vorbereitet, gerät aber wegen eines Verräters bereits zu einer mittleren Katastrophe. Und kurz darauf sind Harry, Ron und Hermine ganz auf sich gestellt. Ständig auf der Flucht, müssen sie Voldemorts Horcruxe finden und zerstören. Doch die Suche zieht sich quälend dahin, scheint mehr als einmal sogar gänzlich aussichtslos. Und dann kommt es auch noch zu einem folgenschweren Streit zwischen den drei Freunden ... Doch als Harry bereits überzeugt ist, dass er Dumbledores Mission nicht wird erfüllen können, erfährt er von den Heiligtümern des Todes. Könnten sie die Wende im Kampf gegen Voldemort bringen? Oder sind diese Wunderwaffen nur die Erfindung eines Märchenerzählers?
Viel wurde spekuliert über das Ende der Geschichte um Harry Potter. Es zeugt eindrucksvoll von Joanne K. Rowlings schriftstellerischem Können, dass sie es schafft, nicht nur eine, sondern gleich mehrere Überraschungen in das Finale einzubauen, mit denen niemand gerechnet hat. Und wenn auch nicht jede Lösung zu jeder der Hauptfiguren alle LeserInnen gleichermaßen zufrieden stellen wird, so sind sie doch alle im Sinne der Geschichte überzeugend und konsequent.
Nach einer längeren Phase der quälenden Suche, in der Harry sich vor allem psychologisch auf den unausweichlichen Kampf am Ende einstellt (und auf eine nahezu unmenschliche Anforderung, von der er erst sehr spät erfährt), kommt es zu dem Finale, das unerhört dramatisch und spannend verläuft und einige unglaubliche, aber absolut glaubwürdige Wendungen enthält. Auch die bislang noch offenen Fragen werden beantwortet, vor allem natürlich die zentrale: Kann Harry überleben und Voldemort trotzdem ausschalten? Der Prophezeiung zufolge ist das ja unmöglich ...
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